Besuch beim Landesinstitut für Bienenkunde Hohenheim

Labor für Rückstandsanalytik am Landesinstitut für Bienenkunde Hohenheim.

Am 21.September 2019 fand die Führung durch das Landesinstitut in Hohenheim statt. Das Institut, unter Leitung von Dr. Rosenkranz, liegt wunderbar gelegen zwischen Schloss und Gartenanlage der Universität Hohenheim südlich von Stuttgart.

Bei der Führung wurden uns von Dr. Wallner unter anderem die Labore für Rückstandsanalytik für Wachs und Honig und das Honiglabor gezeigt und erklärt.

Einblicke gab es in die Honigsortenanalyse, die mittels Zentrifugieren von kleinen Proben und der anschließenden Untersuchung durchgeführt wird. Die visuelle Unterscheidung von bis zu 2000 Pollensorten mit den Mikroskop wird von den Mitarbeitern händisch durchgeführt.

Herr Dr. Wallner konnte den Besuchern die Funktion des Landesinstitutes bei der Markteinführung von neuen Behandlungsmitteln verdeutlichen.
Während für eine Zulassung eines neuen Medikaments vor allem toxologische Faktoren eine Rolle spielen (MDI – Mean Daily Intake), die häufig als unkritisch sind, werden langfristige Effekte wie Rückstandsbildung nicht berücksichtigt. Das Bieneninstitut setzt in seiner Forschung hier an, und gibt diese Erkenntnisse direkt an die Imkerschaft weiter. So konnten Empfehlungen gegen bereits zugelassene Präparate verhindern, dass diese sich bei den Imkern etablieren. Ein aktuelles Beispiel ist das in der Schweiz zugelassene Behandlungsmittel CheckMite, das stark rückstandsbildend ist.

Das verdeutlicht die Rolle des Landesinstituts für Bienenkunde in seiner unabhängigen Funktion als wichtiger Partner und direkter Ansprechpartner für Imker und Landwirtschaft.

Abschließend gab es auch eine Verkostung von ausgefalleneren Honigen (Sylphie, Buchweizen).

Wir danken Herrn Dr. Wallner für die interessanten Einsichten und Familie Gretscher für die Organisation des Ausfluges.

(A.Schultze)